Steyr LG 110 FT 2014

Ein neues Field Target Gewehr löst meine Weihrauch HW 100 Ginb ab

Der erste Eindruck in den Lanes ist hervorragend.

Ich hab mein altes BSA Platinum 10-50×60 Glas von der HW 100 auf das Gewehr montiert.

Die Skala am Parallaxenrad muss jetzt aber neu beschriftet werden. Ich verwende hier eine Photoshop-Datei mit mehreren Ebenenen. In einer Ebene sind die Meter eingetragen. Diese bleibt unverändert. Die Korrekturwerte für die Einstellung des Höhenturms müssen aber neu angepasst werden. Ich verwende hier Halb-MOA Werte. Der Wert 12 bedeutet z.Bsp. 6 MOA.

Ich nutze zur Ermittlung der Korrekturwerte die App Chairgun von Hawke. Hier trage ich die durchschnittliche Geschwindigkeit, das Gewicht und den BC-Wert des verwendeten Diabolos ein. Zusätzlich gebe ich den Abstand Zielfernrohrmitte und Laufmitte an, sowie in welcher Entfernung sich die Flugkurve des Diabolos mit der optischen Nulllage des Zielfernrohrs schneiden soll und zuletzt wieviel Klicks/MOA der Höhenturm hat.

Daraus errechnet Chairgun eine balistische Kurve. Diese kann als Tabelle pro Meter mit den entsprechenden Klickwerten für die Korrektur des Höhenturmes angezeigt werden.

Aus den Klickwerten errechne ich mir die Halb-MOA Korrekturwerte für mein Parallaxenrad, da mein Höhenturm eben genau mit diesen Halb-MOA Werten beschriftet ist.In meinem Beispiel ermittle ich die Klickwertdifferenz der Höhenkorrektur zwischen 9 Metern und 11 Metern. Hier bekomme ich eine Differenz von vierzig 1/8-MOA Klicks. Chairway hat bei 11 Metern 67 Klicks und bei 9 Metern 107 Klicks eingetragen. Macht eine Differenz von 40. Die eingetragenen Parameter sind also korrekt. Meinen Nulldurchgang habe ich auf 25 Meter gelegt. Bei 25 Metern Zielentfernung muss der Höhenturm auf Null stehen. D.h. ich muss die Anzeige des Höhenturms so verschieben, dass mir in der aktuellen geschossenen Zielentfernung von 9 Metern die 107 Klicks der Chairguntabelle am Höhenturm angezeigt werden. Dabei verstelle ich aber den Höhenturm nicht, sondern löse die beschriftete Hülse und drehe diese auf den errechneten Halb-MOA Korrekturwert und arettiere diese wieder mit einer Madenschraube.

Wenn ich jetzt auf 25 Meter schiesse, drehe ich den Höhenturm auf Null und sollte genau im Ziel sein.

Zur Kontrolle schiesse ich dann auf höchst unterschiedliche Entfernungen und markiere mir auf dem Parallaxenrad die Abweichungen von den errechneten Werten. Gerade im oberen Bereich der Kurve bei mehr als 40 Metern sind meist leichte Korrekturen nötig, da hier der BC-Wert des Diabolos den meisten Einfluss hat, dieser aber vom tatsächlichen Wert oft abweicht.

Die Abstellhilfe von der Firma centra Visiertechnik musste ich modifizieren, da wegen der opulenten Knieablage der Steyr die Beinchen zu kurz waren, um bis zum Boden zu reichen. Mit 5 mm Edelstahl und zwei Stunden Arbeit hatte ich die Beinchen von 8 cm auf 12 cm verlängert bzw. neu gefertigt:

Optimierung von Handladungen

Um mir einen Überblick über die Geschossgeschwindigkeiten meiner Tikka T3x Varmint in .308 Win bezüglich der Ladung zu verschaffen, habe ich Ladungen von 39.5 bis 43.4 grs N140 in 0.1 grs Abständen erstellt und die Geschwindigkeiten eines 168 grs Geschosses in 5 Meter Entfernung in fps gemessen:

Um 42.7 grs herum zeigte sich ein kleines Plateau. Hier könnten die unvermeintlichen Schwankungen der Pulvermenge trotzdem zu gleichbleibender Geschossgeschwindigkeit führen. Leider traf ich mit dieser Ladung nicht zufriedenstellend.

Darauf hin habe ich im zweiten Schritt eine Ladeleiter mit 0.4 grs Abstufung mit je 8 Schuss von 40.3 bis 42.3 grs N140 erstellt.

Am Ende hatte ich 10 Schuss mit 41.5 grs zum Einschiessen und für zwei Durchgänge jeweils 4 Schuss pro Ladung. Insgesamt 58 Schuss:

Noch 8 Schuss übrig:

Hier die Ergebnisse auf 100m:Die Scheiben mit 41.5 und 41.9 grs N140 sehen sehr gut aus. Beide Scheiben wurden mit jeweils 4 Schuss zu unterschiedlichen Zeiten beschossen.

Im dritten Schritt möchte ich verschiedene Ladungen um die 42 grs auf 300m testen. Bei einem ersten Test mit 41.5 grs ergab sich folgendes Trefferbild mit ca. 5 cm Streukreis:

Weiterer Test auf 300m. Unten auf der Scheibe mit 41,5 Grains eine 5-Schuss Gruppe. Nach Korrektur der Höhe dann 3 mal mit 42,0 Grains die Innenzehn:

Tikka T3x Varmint

Hier die .308 Win Variante im KKC Schaft:

Das Zielfernrohr ist ein DDoptics Nachtfalke 5-30×50 Gen.3 mit fein regelbarem Leuchtpunkt und aufgeschraubter „Flimmerröhre“. Zusätzlich kommt im Wettkampf noch ein Carbonstreifen auf den Lauf, um die aufsteigende heisse Luft aus dem Sichtfeld abzuleiten.

Als Zweibein verwende ich ein Mystic Precision M Pod. Zur Montage musste ich eine UIT-Schiene in den Schaft einlassen:

Inzwischen habe ich das System im Schaft gebettet, um Treffpunktverlagerungen in längeren Serien zu minimieren.

BDS LV1 LM 2017

Meine 30 Treffer mit der Savage 110FP in .308 Win bei der BDS LV1 Landesmeisterschaft für 300m Präzision über 7mm in der Seniorenklasse, die mir unerwartet 293 Ringe und den 2. Platz beschert haben:

K98 k in .308 Win

Da in unserem Verein sehr viele Wettkämpfe mit Ordonanz-Waffen ausgetragen werden, habe ich nach einer passenden Waffe gesucht und mir diesen zusammengestückelten Israeli aus belgischer Fertigung gekauft. Er wurde 1958 bei FN auf das NATO-Kaliber 7.62 konvertiert und mit einem neuen Schaft versehen. 7.62 entspricht .308 Win. Der gerade Verschluss ist sehr ungewöhnlich für einen K98 k, kommt aber z. Bsp. Linkshändern entgegen. Bezeichnenderweise war der Riemen auch ursprünglich auf der rechten Seite montiert.

Nach den ersten paar Schuss hatte ich blaue Flecken an der Schulter und habe mir diese Gummikappe dazu gekauft.

Wobei ich die Kappe dann bei Wettkämpfen doch nicht eingesetzt habe. Das Polster unter meiner „Schiessjacke“ hatte ausgereicht.

In der ersten Vereinsmeisterschaft angelehnt an DSB 1.58 kam ich gleich auf den zweiten Platz. Das Ding trifft 🙂