Triggeradjust HW 44

Nach den tollen Erfahrungen mit meiner neuen Steyr LG 110 habe ich heute mal wieder ein paar Schuss mit meiner HW 44 gemacht. Sofort ist mir die ungenügende Abzugscharakteristik aufgefallen. Im Manual steht, dass man das leicht einstellen kann, wenn man den Griff entfernt. Also den Stift hinten von rechts nach links herausschlagen und vorne die Schraube lösen und schon lässt sich der Griff leicht abnehmen:

Innerhalb des Abzugszüngels gibt es zwei Innensechskantschrauben, die sich mit einem 1,3 mm Schlüssel verstellen lassen. Leider ist dieser Schlüssel nicht im Lieferumfang der Pistole enthalten.

Diese beiden Schrauben beeinflussen sich gegenseitig:

Die in diesem Bild obere Schraube, in Schussrichtung vordere Schraube, beeinflusst den Vorzugsweg des Abzugs. Nach rechts drehen (UZ) verkleinert den Vorzugsweg, nach links drehen (GUZ) vergrössert den Vorzugsweg, bis der Abzug nicht mehr auslöst.

Die auf dem Bild untere Schraube, in Schussrichtung hintere Schraube, beeinflusst den Auslösepunkt auf diesem Vorzugsweg. Wenn die Schraube korrekt eingestellt ist, wird der Schuss knapp hinter dem Vorzugsweg ausgelöst. Dreht man die Schraube nach rechts ist der Auslösepunkt weiter vorne, nach links gedreht, ist er weiter hinten.

Ist der Auslösepunkt zu weit hinten eingestellt, hat man einen Abzug mit zwei Vorzugswegen. Erst gehts leicht nach hinten, dann geht es etwas schwerer nach hinten und am Druckpunkt bricht der Schuss. Genauso hatte sich der Abzugs nach rund 2500 Schuss selbst dejustiert.

Schnell ist er wieder korrekt justiert und der Spass geht weiter 🙂

Aber Vorsicht! Leicht kann sich dabei unbeabsichtigt ein Schuss lösen.

Es gibt noch eine dritte Schraube, die teilweise von der Brücke des Sicherungshebels verdeckt wird. Hiermit lässt sich das Abzugsgewicht, wie im Manual beschrieben, einstellen.

RS 24 für die Fallscheibe

Nachdem ich kürzlich mit stärkeren Ladungen nicht sehr erfolgreich an den Fallscheiben war, habe ich wieder meinen kleinen Kompensator auf meine X-Five geschraubt und einige Ladungen getestet.

Die Streukreise gefallen mir schon mal sehr gut. Für die Fallplatten, die die Grösse des schwarzen Spiegels haben, völlig ausreichend.

Nur der kräftige Hochschlag gefällt mir nicht. Ich hatte 125 grn H&N verwendet. Testhalber habe ich 10 Patronen mit gleicher Treibladung und entsprechend reduzierter Setztiefe mit den 115 grn Geschossen von H&N bestückt und im direkten Anschluss getestet. Schiesst sich supersoft und ausreichend präzise. Die Balance zwischen Hochschlag und Abwärtsimpuls des Kompensators stimmt hier wesentlich besser.

Diese Ladungen werde ich demnächst etwas ausführlicher testen.

HW 44 mit Schalldämpfer

Für die neue Pressluftpistole HW 44 von Weihrauch gibt es einen speziellen Schalldämpfer, der auf die recht eigenwillige Klemmvorrichtung der Pistole passt.

Dieser ist in Deutschland nur für die F-Variante der Pistole mit einer Mündungsenergie von weniger als 7,5 Joules erlaubt:

Der Schalldämpfer wiegt nur 56 Gramm und wird mit zwei Madenschrauben an der Pistole gesichert:

Er dämpft den Mündungsknall so weit, dass auch nachts in einem Mietshaus trainiert werden kann. Der Kugelfang sollte dann aber mit mehreren Lagen Stoff geräuschgedämmt sein.

Die Genauigkeit der Pistole wird mit dem Schalldämpfer nur wenig beeinflusst. Auch stört er auf Grund des geringen Gewichtes kaum die Balance.

Hier habe ich einen Test mit zwei Kameras aufgenommen und die Pausen herausgeschnitten:

So hört sich die schallgedämmte Pistole aus 10 m Entfernung direkt am Ziel an, diesmal ungekürzt:

Also voll Mietswohnungstauglich 🙂

Aimpoint Micro für HW 44

Das Aimpoint Micro H-1 ersetzt jetzt das billige Red Dot auf meiner Pressluftpistole HW 44 von Weihrauch:

Das Aimpoint Micro hat einen regelbaren 4 MOA grossen Leuchtpunkt, der für jede Lichtsituation in 12 Stufen sehr genau eingestellt werden kann. Von der Dämmerung bis zum gleissenden Sonnenlicht findet man immer die passende Einstellung. Diese wird mit einem grossen Drehregler, der leider auf der rechten Seite ist, reguliert. Da man als Rechtsschütze die Pistole mit der rechten Hand hält, muss man hier mit der linken Hand umgreifen:

Die Einstellung für Höhe und Seite befindet sich unter kleinen Schraubkappen, welche gleichzeitig als Einstellwerkzeug dienen. Besser ist hier der beiliegende leuchtend rote Schlüssel geeignet, mit dem auch das Batteriefach und die Weavermontage geöffnet werden kann:

Mit der entspiegelten Optik des Aimpoints kann man auch bei Licht von hinten gut zielen. Das Gehäuse ist sehr robust und hat eine stossdämpfende Oberfläche. Das Bild dunkelt kaum ab:

Um im Training die gleichen Bedingungen, wie mit der X-Five Open zu haben, habe ich das Aimpoint bezogen zum Griff der Waffe genau an die gleiche Stelle montiert. Allerdings liegt die X-Five im Vergleich zur HW 44 erheblich besser in der Hand. Die gummierte Oberfläche der HW 44 fühlt sich sehr billig an und hat auch schon die ersten Macken.

Im praktischen Einsatz ist das Treffen von Hitzonen in FT-Zielen mit dem Weihrauch Pistolen-Zielfernrohr doch leichter, als mit dem Aimpoint. Die Parallaxe von bis zu 2 cm Treffpunktabweichung auf 10 m, speziell wenn man von rechts-unten oder links-oben schräg durch das Aimpoint blickt, erschwert das Zielen erheblich. Beim Zielen auf Steelplates sind solche Abweichungen unerheblich. Beim Schiessen auf die 10-25 mm kleinen Hitzonen der FT-Ziele sinkt die Trefferquote mit dem Aimpoint spürbar. Das billige Red Dot, das ich anfangs auf die Pistole montiert hatte, war diesbezüglich problemlos.

Zielfernrohr für HW 44

Heute kam das Weihrauch Pistolen-Zielfernrohr in 2×20 für die Weihrauch Pressluftpistole HW 44. Passt von Grösse und Aussehen optimal zur Waffe:

Das Schiessen damit ist aber sehr gewöhnungsbedürftig. Licht von hinten spiegelt sich im Okular, welches auf Grund des grossen Abstands zum Auge nicht leicht abzuschatten ist. Also besser vom Dunklen ins Helle schiessen.

Das Fadenkreuz ist sehr fein. Aufgelegt lässt sich damit sehr genau zielen und die Schüsse treffen dank der hervorragenden Präzision der Waffe auch.

Beidhändig ist das schon etwas schwieriger. Das Zittern der Hände wird durch die 2 fache Vergrösserung verstärkt wahrgenommen.

Ich habe das Glas mit halbhohen Vortex-Quickrelease-Ringen montiert. Dadurch lässt es sich ohne Werkzeug auf der Weaverschiene leicht montieren und wieder abnehmen. Die Pistole wiegt mit Glas 1580 Gramm.

Für den, der die Pistole zu teuer findet, hätte ich folgende Rechnung:

Angenommen ich fahre auf Grund der Trainingsmöglichkeit zu Hause einmal pro Woche weniger auf den 25/50m Stand. Ein Standbesuch kostet mich rund 30 EUR (Sprit und 100 Schuss Munition).

Die Pistole kostete inkl. Glas und Montage rund 780 EUR. Zusätzlich 5000 Schuss Diablos ca. 50 EUR und Luft 10 EUR. Macht zusammen 840 EUR. Das ist der Gegenwert von 28 Standbesuche in rund 7 Monaten. An die Lebenszeit für Fahrt und Wiederladen möchte ich gar nicht denken. Gesünder ist es auch noch 🙂

Weihrauch Pistole HW 44

Weihrauchs neue Pressluftpistole HW 44 in 4,5 mm mit 10 Schuss Magazin:

Sie schiesst sich sehr bequem, einhändig und beidhändig. Der Griff bietet in beiden Fällen guten Halt. Als Daumenablage für die linke Hand bietet sich das Ende vom Tank an.

Der einstellbare zweistufige Abzug geht sehr leicht und hat einen exakten Druckpunkt. Das Repetieren geht flüssig und ohne zu hakeln. Der fest eingebaute Presslufttank reicht für rund 120 Schuss und wird über einen Quickfülladapter befüllt.

Mit dem Chrony gemessen ergibt sich für das Geschoss JSB Exact 4,52 mm eine durchschnittliche Mündungsgeschwindigkeit von 163 m/s.

Das entspricht einer Mündungsenergie von 7,3 Joules.

Der gleiche Test mit den leichteren JSB Exact Express ergab eine durchschnittliche Mündungsgeschwindigkeit von 164 m/s. Daraus resultiert eine durchschnittliche Mündungsenergie von 6,9 Joules.

Ein weiterer Test mit JSB Exact Heavy (ohne Video) ergab ebenfalls eine durchschnittliche Mündungsenergie von 6,9 Joules.

Somit erreichen die normalen Exact Diabolos aus der JSB Serie in der HW 44 mit 7,3 Joules die höchste Energieausbeute.

Jeweils 10 Schuss auf 10 Meter mit Red Dot auf ein Schußpflaster:

Test mit einem 6 fach Zielfernrohr. Damit lässt sich nur aufgelegt schiessen, weil der kurze Augenabstand nicht anders passt.

Das Schussergebnis auf 11 Meter kann sich sehen lassen:

Das sind 10 Schuss!

Das weisse Schusspflaster mit dem schwarzen Kringel drauf, hat einen Durchmesser von zwei Zentimetern. 10 Schuss gingen also durch ein Loch von ca. einem Zentimeter.

Swiss Reload RS 24

Habe heute mein bestelltes Swiss Reload RS 24 Pulver für meine Race Gun abgeholt und gleich mal 100 Patronen für die Fallscheibe geladen: 8.1grs hinter 115grs H&N CuHS mit OAL 28.5mm. Hier in der praktischen 100er Box von MTM:

Messungen mit dem Chrony ergeben für diese Ladung einen Power Factor von ca. 140. Hier mein Protokol inkl. Schussbild (relativ schnell stehend frei geschossen):

Das Swiss Reload RS 24 ist ein neu entwickeltes relativ langsames Pulver für Pistolen mit grossem Kompensator und prinzipiell für IPSC Major Ladungen geeignet. Swiss Reload hat entsprechende Ladedaten veröffentlicht.

Für die Zeitnahme habe ich mir den CED 7000 gekauft. Hier noch mit Schutzfolie:

Bevor es damit auf den Stand geht, muss ich erst mal das Handbuch studieren.

Ersatz für defektes Aimpoint?

Leider ist mein Aimpoint Micro H-1 kaputt gegangen und ist nach Schweden zur Reparatur. Für die Wartezeit habe ich mir einen echten Billigheimer auf die Bettermann Montage geschraubt:

Mein Aimpoint Micro H-1 wurde direkt nach Ankunft im Werk repariert und am gleichen Tag zu mir zurückgeschickt. Das nenn ich Service.

PS: Der Billigheimer hat sich in der Zwischenzeit nach ca. 250 Schuss nicht bewährt. Der Leuchtpunkt in hellster Stufe ist bei sonnigem Wetter nicht hell genug und die Verstellung ist recht grob und noch schlimmer, die Einstellschraube für die Höhe arbeitet sich trotz Arretierung nach oben raus. Je öfter man schiesst, desto höher landen die Treffer:

Sig Sauer Alu-Kompensator

Test des sehr leichten Alu-Kompensators von Sig Sauer mit schwachen Ladungen (H&N CuHS 115grs/5.2grs RS 20):

Das Trefferbild überzeugt mich nicht:

…und auch die Standfestigkeit des Kompensators liess zu wünschen übrig: